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Die Flucht des Dalai Lama

Tibet wurde nach dem Einmarsch der chinesischen Truppen ein völkerrechtswidrig
besetztes Land. China annektierte Tibet im Jahr 1951 und wird seither als autonomes
Gebiet Xizang verwaltet. Die Repressionen gegenüber den Tibetern wurden in den
folgenden Jahren untragbar, sodass die Tibeter 1959 einen friedlichen Aufstand in
Lhasa begannen, der von der Armee aber blutig niedergeschlagen wurde.
Nach offiziellen Angaben der Chinesen kamen dabei rund 87.000 Tibeter um.
Die wirkliche Zahl der Toten dürfte um einiges höher liegen.

Daraufhin floh der Dalai Lama heimlich aus der Hauptstadt und rund 100.000 Tibeter
folgten ihrem Oberhaupt mit ins Exil, nämlich ins nordindische Dharamsala, das seit
dieser Zeit auch Sitz der Exilregierung ist.

Der Dalai Lama (“Ozean der Weisheit”) ist auch im Exil nicht nur einer der be-
deutendsten Gelehrten des tibetischen Buddhismus, sondern er trät als Oberhaupt
der tibetischen Exil-Regierung unmittelbare politische Verantwortung. Er vertritt
in seinem Kampf zur Aufklärung der Weltöffentlichkeit über die heutigen Verhältnisse
in Tibet bedingungslose Gewaltfreiheit. Seine Bedeutung als Staatsmann, Philosoph und
Hauptvertreter des interreligiösen Dialogs reicht aber über die unmittelbare
Tibet-Frage weit hinaus.

Seine Aufgaben können in drei Gesichtspunkte gefasst werden:

1. Gewaltfreiheit im tibetischen Befreiungs-kampf.
2. Förderung des interreligiösen Dialogs.
3. Konzipierung einer weltweiten gerechten Wirtschafts- und Sozialordnung auf
    der Basis eines Bewusstseinswandels.


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